Bäuerlicher Aktivismus und rechte Morde in Kolumbien : „Ich fühle mich nicht bedroht“

„Ich fühle mich nicht bedroht“

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Der Naturpark Farallones de Cali liegt im Südwesten Kolumbiens. Hier kämpfen Aktivist*innen wie Lucy Escobar gegen große Agrarunternehmen, die ihre Lebensgrundlage zerstören.
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In Kolumbien besteht eine regelrechte Allianz zwischen Staat, rechten bewaffneten Gruppen und kapitalistischen Interessen. Seit Jahrzehnten ermorden rechte Paramilitärs gezielt Aktivist*innen aus sozialen Bewegungen. Die Paramilitärs setzen dabei die Interessen von Drogenbaronen und Großgrundbesitzern durch. Interessen, die auch der aktuelle Präsident Duque vertritt. Duque lässt die Morde an den Aktivist*innen einfach so geschehen. Opfer dieser Morde werden Aktivist*innen, die sich für Menschenrechte einsetzen, für den Zugang zu Land und gegen große Bergbauprojekte, an denen häufig auch europäische Firmen beteiligt sind. Auch Jorge Enrique Oramas kämpfte gegen ein Bergbauprojekt im Departamento Valle de Cauca im Südwesten Kolumbiens. Er wurde Mitte Mai ermordet. Claudia Patricia Ghitis erinnert in ihrem Beitrag an Oramas und lässt mutige Landrechtsaktivistinnen zu Wort kommen, die aufbegehren gegen die staatlich gewollte rechte Gewalt.