Areva und die afrikanischen Uranminen in der DRKongo

Areva und die afrikanischen Uranminen in der DRKongo

"Sie werden Probleme mit Ihrer Regierung bekommen"“: Golden Misabiko zum illegalen Uranabbau in der DR Kongo.

Das Europäische Parlament hat am 12. Juni mehr Transparenz im Bereich der Rohstoffindustrie beschlossen. Demnach sollen Firmen dieses Sektors alle Beträge von über 100 Tausend Euro veröffentlichen, die sie an Regierungen der Staaten zahlen, in denen sie tätig sind. Wie notwendig, aber auch unzureichend diese Initiative ist, zeigt das folgende Interview am Beispiel der Atomindustrie. Unser Interviewpartner Golden Misabiko ist ein Menschenrechtler aus der rohstoffreichen Provinz Katanga in der Demokratischen Republik Kongo. Momentan lebt er im südafrikanischen Exil. Im Interview spricht er über illegalen Uranabbau und undurchsichtige Geschäfte zwischen dem französischen Atomriesen Areva und dem kongolesischen Kabila-Regime. Anne Lauvergeon, die als Begleitung von Sarkozy im Interview auftaucht, war damals die Geschäftsführerin von Areva.

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Folter, willkürliche Haft und unzumutbare Haftbedingungen: politische Gefangenschaft in der DRKongo

Im Folgenden erklärte Golden Misabiko die menschenunwürdigen Haftbedingungen in der DR Kongo, die er selbst - wie viele kongolesische OppositionellerInnen und MenschenrechtlerInnen - wegen seines Engagements für Menschenrechte und gegen Uranminen erleben musste. Zuletzt 2009, als seine Organisation ASADHO den illegalen Uranabbau in der Provinz Katanga anprangerte.

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Golden Misabiko war Anfang Juni in Freiburg. Radio Dreyeckland hat ihn im Rahmen seines Aufenthalts in Deutschland interviewt, wo Golden Misabiko die neue Doku „"Atomic Africa"“ von Regisseur Marcel Kolvenbach vorstellt. In dieser Doku geht es unter anderem um die Bedingungen des Uranabbaus in mehreren afrikanischen Ländern.