9. PUA zum NSU +BaWue: Skurille Zeugenaussagen, Bioethanol und wie die Feuerwehr zum Suizid kam

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9. PUA zum NSU +BaWue: Skurille Zeugenaussagen, Bioethanol und wie die Feuerwehr zum Suizid kam

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Tisch für Zeugen bzw. Sachverständige im PUA BaWue
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Quelle: 
RDL/kmm

Das Nachmittagsprogramm der 9.(5.öff.) Sitzung des Landtagsauschuss bot den akkreditierten Journalisten nur bei einem Zeugen die Gelegenheit für Bild und Tonaufnahmen- beim Polizeiamtsrat der Stuttgarter Feuerwehr, der den Löscheinsatz auf dem Cannstatter Vassen als Einsatzleiter koordinierte.
Doch auch so war am Nachmittag vor dem Übergang in die nichtöffentliche Sitzung mit der Befragung einer (neuen) Freundin unter Ausschluss der Öffentlichkeit für einige Überraschungen gesorgt. Zwei Co-Teilnehmer eines Lehrgangs einer überbetrieblichen Ausbildung des Bauhandwerks  widersprachen sich zentral, wer denn von Ihnen von Florian H. am Vorabend seines Todes zur gemeinsamen  Ausbildungsstätte nach Geroldstetten befördert worden war und ob beim Burger King gehalten wurde. Übereinstimmung bestand nur das entweder in Heilbonn oder hinter Ludwigsburg 5l oder 7,9 l oder 10 l Bioethanol in einem Kannister von Florian H. erworben worden sei. Obwohl Sie  ihn erst 2 Wochen kannten, berichteten Sie - nach einer gemeinsamen Überlegung aller Lehrgangsteilnehmer am Tag des Todes zu Florian H. letzten Worten und Handlungen (!!) - auch über seine angebliche Wendung in der letzten Woche vor seinem Verbrennungstod. Er sei "sehr verschlossen" und "schlaflos"gewesen.  So die dann gemeinsamen Schilderungen bei einer Polizeibefragung am Folgetag.  Dumm, dass zuvor auch von Florian H. ein alter Nazikumpel in einer Parallelklasse entdeckt worden war und ebenfalls gegenüber Mitschülern kommuniziert........7:37
Von angeblich fünf Zeugen, die die Entzündung des schwarzen Peugeot von Florian H. beobachtet hatten, berichtete einer von einer blauen Stichflamme, die ein Drittel des Fensters ausmachte und mehreren Verpuffungen, die die Heckttür öffneten bzw. seitlich ca.19 Meter weit Teile wegsprengten.
Für den Einsatzleiter waren das Fehlen von tiefen Rußspuren und nur Anverbrennungen von Kabeln und Papier usw.  sowie fehlender Rauchgeruch Indikatoren von einer Brennflüssigkeit in Richtung Alkohol. Abgesehen davon, dass ein gelber Kannister hinter dem Fahrzeug und siener Druckexplosion geöffneten Heckklappe war, die Seitentüren mit hydraulischen Gerät von der Feuerwehr geöffnet wurden wie auch die Frontklappe  gibt es auch eine interessante Schilderung  wie es zu Suizidthese kam: In den Anrufen bei der Einsatzleitstelle sei davon die Rede gewesen, dass ein rauchender Mann sich ,in den Wagen begeben habe, der dann "explodiert" sei. Dies führte später bei der Einsatzbesprechung mit der Polizei zur Suizidannahme, weil ja sonst im Auto die Spritdämpfe, die zu "Verpuffungen führten, eine Ohnmacht herbeigeführt hätten. Anlass für den Ausschuß jetzt die Tonaufzeichnungen anzufordern.