Heute mit Wolf-Dieter Narr, Mitinitiator des 'Bündnis gegen Folter in der Psychiatrie' (www.folter-abschaffen.de)
Anhören (Länge: 60.04 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20130521-kookoose-18517.mp3{/audio}
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Rechtsanwalt Dr. Eckart Wähner, Mit-Initiator der Internetseite zwangsbehandlung.psychiatrierecht.de sowie Hans-Ludwig Siemen, Autor des Buches "Das Grauen ist vorprogrammiert - Psychiatrie zwischen Faschismus und Atomkrieg". Desweiteren gibt es musik vom Podsafe Music Network und einen kurzen Hinweis auf das Bündnis gegen Folter in der Psychiatrie
Thomas Foth hat sich in seinem Buch mit der Rolle der Pflege bei der Ermordung von Psychiatrie-Patienten auseinandergesetzt. Übrigens: Sämtliche Musikstücke in dieser Sendung sind auf dem Podsafe Music Network zu finden David Schneider-Addae-Mensah ist Rechtsanwalt in Karlsruhe und Straßburg mit dem Schwerpunkt Menschenrechte. Ende Januar hat er eine Strafanzeige gegen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, gegen den Baden-Württembergischen Justizminister Rainer Stickelberger und gegen unbekannt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in einer Vielzahl von Fällen sowie wegen versuchter schwerer Körperverletzung in einer Vielzahl von Fällen der Staatsanwaltschaft zugestellt. Auftraggeberin dieser Strafanzeige ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener ("die bpe" - nicht zu verwechseln mit dem Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener BPE e.V.) - Koo Koo fragte nach, was es mit dieser Anzeige auf sich hat... Martin Mayeres ist im Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Nordrhein-Westfalen aktiv. - Koo Koo hatte anfang Februar die Möglichkeit mit ihm zu sprechen... "Koo Koo" - die Sendung gegen Zwangspsychiatrie ist regelmäßig am dritten Dienstag im Monat von 16 bis 17 Uhr im Sendegebiet von Radio Dreyeckland sowie weltweit im livestream zu empfangen (das nächste mal am Dienstag den 19. März 2013) Folter, Tyrannei oder auch Pharmaabsatzförderungsgesetz bezeichnen Betroffenenverbände die Neuregelung der Zwangsbehandlung im Betreuungsrecht, die gestern am 17. Januar 2013 vom Bundestag abgenickt wurde.
Ohne gesellschaftliche Debatte und ohne Einbeziehung der Betroffenen setzt dieses Gesetz die Grund- und Menschenrechte von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen ausser Kraft.
Radio Dreyeckland sprach mit Johannes Georg Bischoff vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener
Anhören (Länge: 13.48 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20130118-gesetzzurf-17625.mp3{/audio} Download Stellungnahme zur Zwangsbehandlung der bpe (November 2012)
"Wir, die organisierten Psychiatrie‐Erfahrenen, wollen jegliche Zwangsbehandlung in der Psychiatrie
abschaffen. Zwangsunterbringungen werden sich in wenigen gut geprüften Fällen kurz und mittelfristig
nicht vermeiden lassen. Eine korrekte Anwendung der jetzt schon bestehenden Gesetze1 würde dazu
führen, dass die Zwangsunterbringung auf unter 10% des heutigen Niveaus sinkt..."
Anhören (Länge: 7.03 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20121211-psychiatrisc-17480.mp3{/audio} Download Am 7. November 2012 hatte das Bundeskabinett den "Entwurf einer Formulierungshilfe zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen" beschlossenen, der kurzerhand und ohne parlamentarische Debatte auf den "Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung des Haager Übereinkommens vom 23. November 2007 über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen sowie zur Änderung von Vorschriften auf dem Gebiet des internationalen Unterhaltsverfahrensrechts" aufgesattelt werden sollte. Diese undemokratische Vorgehensweise stieß auf heftige Kritik. Daraufhin versuchte die Bundesregierung die Neuregelung der ärztlichen Zwangsbehandlung im Betreungsrecht in einem Eilverfahren und ohne Anhörung der Betroffenen und anderer Verbände durchzupeitschen mit dem Ziel, dieses Gesetz bereits am 1. Dezember 2012 in Kraft treten zu lassen. Doch auch dieses Schnellverfahren konnte inzwischen von der Opposition gestoppt werden - es wird zumindest eine öffentliche Anhörung stattfinden müssen...
Mirko Olostiak sprach für RDL mit Maria Klein-Schmeink, Bundestagsabgeordnete der Grünen und Mitglied des Gesundheitsausschusses.
Anhören (Länge: 11.46 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20121127-zwangsbehand-17400.mp3{/audio} Download Heute wird im Bundestag erstmals das umstrittene Gesetz zur Zwangsbehandlung unter Betreuung behandelt. Am 30. November soll es verabschiedet werden und am 1. Dezember in Kraft treten.
RDL sprach mit Mirko Olostiak, der unter anderem im Bundesverband Psychiatire-Erfahrener (BPE e. V.) aktiv ist.
Anhören (Länge: 9.18 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20121122-bundestagbe-17376.mp3{/audio} Download Im Jahre 2011 hat das Bundesverfassungsgericht die Regelungen der Länder zur medikamentösen Zwangsbehandlung als verfassungswidrig und für nichtig erklärt. Im juni 2012 zog der Bundesgerichtshof nach. Auch nach Betreuungsrecht ist die medikamentöse Zwangsbehandlung in der Psychiatrie seither nicht mehr erlaubt. Umgehend forderte die Psychiatervereinigung "Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychologie und Nervenheilkunde" (DGPPN) die "Wiederherstellung der Rechtssicherheit" um ihre menschenrechtswidrige Praxis auch weiterhin ungestört fortsetzen zu können. In einem Schnellschuss will die Bundesregierung nun die geforderten Neuregelungen kurzerhand auf einen bereits zweimal im Parlament behandelten Gesetzesentwurf "aufsetzen". Im Morgenradio sprachen wir mit Matthias Seibt vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) Gespräch mit Mirko zur am Samstag stattfindenen Demonstration in Lörrach. Wegbeschreibung zur Demo findet Ihr auf http://www.lag-psychiatrie-erfahrene-bw.de/aktuelles Am Samstag wird es in Lörrach eine Demonstration gegen psychatrische Zwangsbehandlungen geben. Mirko, Mitorganisator der Demo, kündigt diese im Mittagsmagazin von RDL an: Demonstration gegen Zwang und Gewalt in der Psychiatrie in Lörrach am Samstag den 20.10.2012 von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr in Lörrach Haagener Str. 95 vor dem katholischen Gemeindehaus St.Peter anlässlich des Besuchs von Justizminister Rainer Stickelberger auf dem Feste 20 Jahre SKM Justizminister Stickelberger hat mehrfach die Wiedereinführung der Zwangsbehandlung nach § 1906 BGB gefordert. http://www.lag-psychiatrie-erfahrene-bw.de/aktuelles
Herr K ist 33 Jahre alt und hat seit seiner Jugend schon einige Psychiatrieaufenthalte durchgemacht. Er möchte seine Geschichte öffentlich machen, denn sie ist bei weitem kein Einzelfall... Die Psychiatriereform in den siebziger Jahren hat keineswegs die Lebensverhältnisse aller Betroffenen verbessert. Es leben heute doppelt so viele Menschen in Heimen. Es werden 5 mal mehr Medikamente verabreicht. Es gibt 4 mal mehr Betreuungen. Psychiatrie-Karrieren, wie die des Herrn K, sind immer noch an der Tagesordnung - nicht nur in Emmendingen. Gekürzte Version. Komplettes Interview hier. Sendung vom 21. August 2012
(Beschreibung folgt in Kürze)
Anhören (Länge: 58.46 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120821-kookoose-16824.mp3{/audio} Download Zwei Betroffene berichten über ihre Erfahrungen mit dem "Reha-Verein", der im Raum Freiburg sowohl Wohnheime und WGs, als auch Werk- und Tagesstätten für sogenannte "Psychisch Kranke" anbietet.
Außerdem erfahren wir von einer Anzeige wegen Zwangsbehandlung und wie die Polizei damit umgeht...
Zum Schluss gibt es noch einige Meldungen aus dem Rundbrief der Anlaufstelle selbstbestimmt leben.
Anhören (Länge: 57.27 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120717-kookooma-16586.mp3{/audio} Download Die Projektdokumentation "Auf der Suche nach dem Rosengarten" wurde der Öffentlichkeit vorgestellt und kann ab sofort über http://www.weglaufhaus.de/kongress bestellt werden. Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter will informiert werden, wenn in Baden-Württembergs Psychiatrien trotz des Verfassungsgerichtsurteils noch Zwangsbehandlungen stattfinden. Wer von konkreten Fällen weiss, kann sich an das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, Schellingstraße 15, 70174 Stuttgart wenden. Auch die Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener im BPE ist an diesen Informationen interssiert... Infos gibt es auch auf http://www.bpe-online.de Auszüge aus einem Gespräch mit Rechtsanwalt David Schneider-Addae-Mensah. Infos zur Patientenverfügung gibt es hier. Zum Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener geht es hier. Das Interview in Gesamtlänge findet sich im Freien Radios Netz. Unter Ausschluss aller kritischen Betroffenenverbände fand am gestrigen Montag den 14. Mai im Sozialministerium in Stuttgart eine Expertenanhörung zum Thema Zwangsmedikation statt. Kritikern und Gegnern medikamentöser Zwangsbehandlung wurde weder im Vorfeld noch bei der Anhörung am Montag die Möglichkeit gegeben, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der eingeladene "Betroffenenvertreter" Rainer Höflacher ist als sehr psychiatrie-nah bekannt und steht mit seinen Positionen zu Zwang und Gewalt in offenem Dissenz zu einem Großteil der Betroffenenbewegung. Die Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (LAG-PE-BW) lehnt das Bestreben der grün-roten Landesregierung ab, der grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Praxis der Zwangsbehandlung in der Psychiatrie eine gesetzliche Basis zu verschaffen. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit muss auch für Menschen mit psychiatrischen Diagnosen gelten. Das geplante Gesetz verstösst gegen die Artikel 12 (volle Rechts- und Handlungsfähigkeit), 14 (Freiheit der Person) und 17 (körperliche und seelische Unver- sehrheit) der von Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention. Das komplette Interview mit Jasmin könnt Ihr hier nachhören.
"Koo Koo" - die Sendung gegen Zwangspsychiatrie ist von nun an regelmäßig am dritten Dienstag im Monat von 16 bis 17 Uhr im Sendegebiet von Radio Dreyeckland sowie weltweit im livestream zu empfangen (das nächste mal am Dienstag den 19. Juni 2012). Schwerpunkt der heutigen Sendung ist die Debatte um Zwangsbehandlung in Baden-Württemberg. Links zu den erwähnten Blogs und Internetseiten: Podsafe Music Network: http://www.musicalley.com/ Artikel auf meinungsverbrechen.de: http://www.meinungsverbrechen.de/?p=228 Beiträge auf psychiatrienogo: http://psychiatrienogo.wordpress.com/ "Zyprexa wertvoller als Gold?" auf http://vielfalter.podspot.de/ Die Kampagne "Zwangsbehandlung illegal" von zwangspsychiatrie.de: http://www.zwangspsychiatrie.de/kampagnen/zwangsbehandlung-illegal/ Freiheit zur Krankheit: http://www.freiheit-zur-krankheit.blog.de/ Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) e.V.: http://www.bpe-online.de/ Auf der Suche nach dem Rosengarten Echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzten war der Titel eines internationalen Kongresses, im September 2011 in Berlin. Nach einer Informationsveranstaltung Anfangs Januar im Club 55 in Freiburg stieß auf sehr großes Interesse. Heute am Mittwoch 9.Mai 2012 findet mit Mirko Olostiak die Vortragsreihe eine Fortsetzung. Ort: Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. Schwarzwaldstraße 9 Einlass 18:00 Uhr Beginn 18:30 Uhr www.weglaufhaus.de
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg arbeitet an einer Reform des §8 des Unterbringungsgesetzes - Zwang und Gewalt in der Psychiatrie sollen wieder auf legale Füße gestellt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener haben für den heutigen Dienstag den 20. März eine Demonstration vor dem Sozialgericht in Stuttgart angekündigt. RDL sprach mit Rene Talbot von der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Wir sprachen mit dem Aktivisten Paul.
Er stand selbst kurz vor der Zwangseinweisung und vermutet politische Motive hinter der Behandlung...
Anhören (Länge: 2.41 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120320-hausbesetzer-15574.mp3{/audio} Download 8. März 2012: Auf Einladung des Arbeitskreis "Euthanasie im Dritten Reich - Ausgrenzung Heute" sprach Irene Schäuble über die Ermordung ihrer Mutter in der Vernichtungsanstalt Grafeneck.
Anhören (Länge: 7.04 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120313-ermordetin-15516.mp3{/audio} Download Im neuen Film von Hans Weingartner "Die Summe meiner einzelnen Teile" wird der Verlauf einer Psychose des Protagonisten Martin nachgezeichnet. Martin ist hochbegabter Mathematiker. Er wird arbeits- und obdachlos und baut sich schließlich eine Hütte im Wald. Das Quartett stritt darum, ob es sich hier um billige Naturromantik und platte Sozialkritik handelt oder um die raffinierte und sensible Innenansicht eines Menschen, der in einer extremen Lebenslage versucht,sein Leben in die Hand zu nehmen.
Die PatVerfü - eine Patientenverfügung mi Vorsorgevollmacht zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt - nutzt die durch das 2009 in Kraft getretene Patientenverfügungsgesetz ausdrücklich vorgesehene Möglichkeit, medizinische Untersuchungen vorab untersagen zu können. Durch die Verhinderung unerwünschter psychiatrischer Diagnosen wird das Einfallstor für die psychiatrische Entrechtung und Entmündigung, Entwürdigung und Misshandlung rechtswirksam verschlossen. Wir haben uns den Social-Spot angesehen und wir haben Nina Hagen gefragt, warum sie sich für die PatVerfü engagiert Update 24. April 2012: Der PatVerfü-Spot kommt jetzt auch nach Freiburg! Der aka-Filmclub hat entschieden, den Spot im Sommersemester 2012 aufzuführen. "1991 hatte eine junge Frau, 21 Jahre alt, einen schweren Verkehrsunfall. (...) Ein lauter Schlag drang durch Ohren und aufgeschreckte Seele. Danach Bewußtlosigkeit. Nach dem Erwachen Blaulichter, Sirenen, fragende Polizeibeamte. Der Freund wurde abtransportiert. Sie stand plötzlich allein da, in der Kälte der Nacht. Einfach vergessen worden." So beschreibt Tanja Afflerbach auf ihrem Blog http://www.verordnete-schizophrenie.de den Beginn einer Horrorgeschichte, deren Ende nicht abzusehen ist. In Folge des Unfalls gerät Tanja Afflerbach in psychiatrische Behandlung. Anstelle von Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse bekommt sie eine Behandlung mit Neuroleptika. Mehrere Klinikaufenthalte und bleibende Schäden sind die Folge. Seit 2004 führt Tanja Afflerbach einen Prozess gegen die psychiatrische Klinik, die sie für ihre gesundheitlichen Schäden verantwortlich macht. Doch wenn es um ärztliche Behandlungsfehler geht, mahlen die Mühlen der Justiz sehr, sehr langsam... Wir sprachen mit Matthias Seibt vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW und Vorstandsmitglied im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE). Matthias Seibt unterstützt Tanja Afflerbach bei ihrem Prozess.
Anfang des 20. Jahrhunderts "bewies" der Freiburger "Heimatanthropologe" Prof. Dr. Eugen Fischer anhand der sogenannten "Rehobother Bastards" im damaligen Deutsch-Südwestafrika, daß der Mensch "Rassen" ausbildet; genau wie die Erbse nach den Mendelschen Vererbungsregeln. Diese "Rassentheorie" gepaart mit kaltem ökonomischen Kalkül und sozialdarwinistischen Ideen rechtfertig 30 Jahre später einen Massenmord: 1940 führten Ärzte und Bürokraten die Order des "Führers" aus, die Gesellschaft von sogenannten "Ballastexistenzen" zu befreien... Das Theaterstück wurde auf Initiative einer Realschullehrerin in Bad Krozingen entwickelt. Es sind SchülerInnen sowie Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige der Opfer miteingebunden. Der Darsteller Frank Albrecht war zu Gast bei RDL. Der Spielplan ist unter http://www.theater.freiburg.de/index/TheaterFreiburg/Start.html?SpId=43203 einsehbar.
Diesen Fragen geht das Stüch "Spurensuche Grafeneck" nach, das am Samstag dem 25. Februar in Freiburg Premiere feiern wird. (siehe auch http://www.theater.freiburg.de/index/TheaterFreiburg/Monatsspielplan.html?SpId=40270) Regisseur Stefan Nolte und Schauspieler Matthias Lodd waren zu Gast im Morgenradio von RDL um ihr Stück anzukündigen
"Zwischen Selbstbestimmung und Schutz: Rechte von psychisch kranken Menschen stärken" war der Titel einer Anhörung der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg bei dem es um "Anforderungen an ein Gesetz über Hilfen und Schutzmassnahmen für psychisch Kranke" ging. Dass sich hinter so schönen Begriffen wie "Schutzmaßnahmen" und "Hilfe" durchaus auch Menschenrechtsverletzungen und Zwangsbehandlungen verstecken lassen, darauf haben Betroffene des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener (http://www.bpe-online.de) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener http://www.psychiatrie-erfahrene.de) mit zahlreichen Zwischenrufen hingewiesen. Bei der Auswahl der Redner hatten die Organisatoren der Veranstaltung tunlichst darauf geachtet, nur Befürworter psychiatrischer Zwangsmassnahmen auf´s Podium zu lassen. In der mit weniger als 45 Minuten sehr knapp bemessene Zeit für Diskussionen kamen dann aber doch auch einige Gegner von Zwang und Gewalt in der Psychiatrie zu Wort. Wir hören die kurzen Diskussionsbeiträge von zweien der Betroffenen und von Anwalt David Schneider-Addae-Mensah Im Zuge ihrer Arbeit an der Neufassung des Unterbringungsgesetzes (UBG) für Baden-Württemberg hatten Die Grünen am 13. Februar 2012 zu einer Anhörung in den Landtag in Stuttgart geladen. Auf der umfangreichen Rednerliste dieser Veranstaltung war jedoch leider kein einziger Gegner von Zwangsbehandlung zu finden... Am Rande der Anhörung sprachen wir mit Menschenrechtsanwalt David Schneider-Addae-Mensah, der 2011 vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) einen entscheidenden Erfolg gegen Zwangsbehandlung erstritten hat. Das BVG-Urteil in dem das baden-württembergische Unterbringungsgesetz für nichtig erklärt worden war, hatte jedoch ein Betroffener ohne anwaltliche Vertretung erstritten, wie David Schneider-Addae-Mensah zu Beginn unseres Gespräches klarstellte Anmod:
In Baden-Württemberg gründet sich derzeit die LandesArbeitsGemeinschaft Psychiatrie-Erfahrene(LAG) um sich - in Abgrenzung zum Landesverband Psychiatrie-Erfahrene - konsequent gegen Zwang und Gewalt in der Psychiatrie einzusetzen und um Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen. Die Gründung der LAG findet zu einer Zeit statt, in der die grünrote Landesregierung an der Neufassung des Unterbringungsgesetzes (UBG) arbeitet...
Anhören (Länge: 8.23 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120209-grndungder-15190.mp3{/audio} Download
Regisseur Hans Weingartner spricht über sein Psychodrama "Die Summe meiner einzelnen Teile", welches am 2. Februar in die Kinos kommt. Der Film hatte auf dem Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken deutsche Premiere. Trailer und Infos zum Film unter: http://www.summemeinerteile.de/ Anhören (Länge: 13.30 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120124-diesummeme-15017.mp3{/audio} Rechtsanwalt David Schneider-Addae-Mensah engagiert sich in Strasbourg und Karlsruhe für Menschenrechte. Im März 2011 konnte er in Karlsruhe ein wegweisendes Urteil erstreiten: In einem Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht psychiatrische Zwangsbehandlung für verfassungswidrig erklärt. Nach diesem Urteil wurde auch das Unterbringungsgesetz von Baden-Württemberg von BVerfG für verfassungswidrig und nichtig erklärt.
Zunehmend kämpfen Psychiatrie-Betroffene auch vor Gericht für die Einhaltung ihrer Grund- und Menschenrechte. Ein wirksamer Schutz vor unerwünschter Zwangsbehandlung ist die Patientenverfügung - sofern sie rechtzeitig abgefasst wurde (http://www.patverfue.de/)
Anhören (Länge: 9.06 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120117-zwangsbehand-14918.mp3{/audio} Download In der ersten halben Stunde ("Tödliche Psychiatrie") hören wir Ausschnitte aus einem Interview mit dem Pflegewissenschaftler Thomas Foth, der sich in seiner PHD (vergleichbar mit einer Dissertation) mit dem Töten in der Psychiatrie auseinandergesetzt hat. Andrzej Skulski erläutert die PatVerfü, die spezielle Patientenverfügung gegen psychiatrischen Zwang Vom 7. bis 9. Oktober 2011 fand unter dem Motto "Rechte haben! Rechte durchsetzen!" der diesjährige Jahrestag des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) statt. Ein wichtiges Thema war, wie die UN-Behindertenrechtskonvention genutzt werden kann, um Menschenrechte auch in der Psychiatrie durchzusetzen. Im zweiten Beitrag zum Jahrestag des bpe (http://bpe-online.de/) kommt eine Psychiatriebetroffene zu Wort, die eine Klinik verklagt, weil diese die vorliegende Patientenverfügung mißachtet hat. weitere Eindrücke vom BPE-Jahrestag
Anhören (Länge: 2.39 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20111011-eindrckevo-14294.mp3{/audio} Download Interview mit Andrzej Skulski von der International Association Against Psychiatric Assault (IAAPA) Mirko, Redakteur von Radio Dreyeckland, berichtet von der Jahresversammlung des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) e.V. und blickt auf die "Woche der seelischen Gesundheit". In seinem Bericht hört ihr Ausschnitte aus einem Gespräch mit BPE-Vorstandsmitglied Matthias Seibt. Weitere Infos im Morgenradio am Dienstag zwischen 08-10Uhr. Sinnvolle Alternativen zur Psychiatrie jenseits von Betreuungsmentalität, Psychopharmaka und unpersönlichen Therapieprogrammen kann mensch in Deutschland an einer Hand abzählen. Eines der wenigen bisher existierenden Projekte ist die "Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben"
ANMOD:
"Auf der Suche nach dem Rosengarten - Echte Alternativen zur Psychiatrie aufbauen" war der Titel eines Kongresses Anfang September in Berlin, organisiert vom Verein zum Schutz vor Psychiatrischer Gewalt. Mit dabei war auch Peter Weinmann aus Saarbrücken, der auf dem Kongress seine Erfahrungen im Aufbau von antipsychiatrisch orientierten Projekten teilen konnte.
Peter Weinmann, Diplom-Biologe und Heilpraktiker für Psychotherapie, mehrere Semester Studium der evangelischen Theologie und Sozialpädagogik, arbeitet im Bereich Hilfen zum selbstbestimmten Leben und Wohnen für psychiatriebetroffene Menschen. Desweiteren bietet er Unterstützung und Begleitung für Menschen in psychosozialen Krisen an. Peter Weinmann hat eigene Psychiatrie- und Krisenbewältigungserfahrung und ist seit 1996 in der Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener aktiv.
In Saarbrücken hat er die Anlaufstelle Psychiatrie-Erfahrener im Saarland und das Saarländische Tageszentrum Psychiatrie-Erfahrener für selbstbestimmte Alltagsgestaltung mit aufgebaut und geleitet. Im Oktober 2008 gründete er die Saarbrücker Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben als Zweigstelle des Yael Elya Instituts im Saarland.
Anhören (Länge: 9.23 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20110915-saarbrcker-14149.mp3{/audio} Download Weil sie sich gegen ihre Vorführung vor Gericht zum Zweck einer Zwangseinweisung in die Psychatrie mit einem Küchenmesser gewehrt hatte, wurde in Berlin eine 53-jährige Frau von einem Polizisten erschossen. Staatsanwaltschaft wie Polizeigewerkschaft gehen von Notwehr aus. Die Internationale Liga für Menschenrechte kritisiert diese Darstellung eines Tötungsdelikts - ein Interview mit dem Vorstandsmitglied Eberhard Schultz. Am 2. und 3. September wird in Berlin die internationale Konferenz "Auf der Suche nach dem Rosengarten: Echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen" stattfinden. Diese Konferenz bildet den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe "Betroffenenkontrolle: Förderung der Selbsthilfemöglichkeiten und Rechte psychiatriebetroffener Menschen", die der Berliner Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V. in diesem Jahr durchführt. Zur Vorbereitung auf die Konferenz wird am 1. September unter dem Titel "In Eigener Sache" ein Fachtag ausschliesslich für Psychiatriebetroffene stattfinden. Infos: http://www.weglaufhaus.de/kongress/de/ Themen der Sendung: Interview mit Rechtsanwalt Dr. David Schneider-Addae-Mensah, der vor dem Bundesverfassungsgericht ein Urteil gegen Zwangsbehandlung in der Psychiatrie erstritten hat
Anhören (Länge: 7.46 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20110419-etappensieg-13179.mp3{/audio} Download
Der Film läuft Donnerstag bis Dienstag in der Harmonie in der Grünwälderstraße. Gesendet am 23.11. im MoRa. Für nähere Informationen siehe www.headcoldfilm.net/index_ger.htm Das gesamte halbstündige Interview findet Ihr auf http://vielfalter.podspot.de Zweiter Teil des Gesprächs mit Iris Hölling (Teil 1 findet sich hier)
Anhören (Länge: 9.27 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20091008-gesprchmit-07086.mp3{/audio}
Iris Hölling ist Psychiatrie-Betroffene, war Mitarbeiterin im Weglaufhaus in Berlin und einige Jahre im Vorstand von WNUSP. Informationen über das Weglaufhaus und den Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt finden sich auf www.weglaufhaus.de
Vom 7. bis 13. Oktober findet im Raum Freiburg eine Veranstaltungsreihe zum "Welttag seelische Gesundheit" statt.
Rene Talbot, aktiv in der antipsychiatrischen Bewegung, wirft einen kritischen Blick auf das psychiatrische System
Internetadressen, die im Beitrag erwähnt wurden: |







In dieser Sendung kommen zu Wort:
Heute mit Ausschnitten aus einem Gespräch mit Thomas Foth, Autor des kürzlich erschienen Buches
Die Nullnummer des neuen antipsychiatrischen Sendeformates im Gruppenradio von RDL.
Am 31. Januar 2012 wird im Moviemento-Kino in Berlin der Kinospot zur
Wie Mendel und Darwin den Weg zu den systematischen Morden im Dritten Reich ebneten, zeigt ein Stück am Freiburger Theater.
In Grafeneck, einem Barockschloss auf der Schwäbischen Alb, wurden 1940 über 10.000 Menschen ermordet, denen das NS-Regime die Existenzberechtigung abgesprochen hatte. Menschen, denen man geistige und körperliche Behinderungen zuschrieb. Dahinter steckte kaltes ökonomisches Kalkül gepaart mit dem rassenideologischen Gedanken, die Gesellschaft von sogenannten »Ballastexistenzen« zu befreien. Wie konnte es zu diesem ersten industriellen Massenmord in Deutschland kommen? Und findet man Momente dieses Gedankenguts auch heute noch?
Im Zuge der Neuformulierung des Unterbringungsgesetzes hatten Die Grünen am 13. Februar 2012 zu einer Anhörung in den Landtag in Stuttgart geladen. RDL fragte Matthias Seibt vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrene (BPE) nach seiner Einschätzung der Veranstaltung
"Martins (Peter Schneider) einzige Sicherheit sind Zahlen. Einst war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs. Bis sein geordnetes Leben in tausend Einzelteile zerfiel, als er zusammenbrach. Er kommt in die Psychiatrie, verliert seine Stelle, isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit Zahlen zu bändigen. Am Rande der Stadt trifft er auf einen Jungen (Timur Massold), der nur Russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald, werden Freunde, beginnen ein neues Leben. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird..."(
"Ich hatte meinen ersten Nervenzusammenbruch mit 30 und dann wieder einen und wieder einen und wieder einen und wieder einen, bis ich drei Jahre später vier mal in der Psychatrie gewesen war und irgendwie akzeptieren mußte, daß dies anscheinend ein großer Aspekt meines Lebens ist und ein großer Teil meines Lebens ist und ich mich dazu verhalten muß..." Der Film "Schnupfen im Kopf" von Gamma Bak wurde im Februar auf der Berlinale uraufgeführt und stieß auf regen Zuspruch. Am Sonntag den 21. November 2010 war Gamma Bak im Harmoniekino in Freiburg. Mirko hatte dort die Gelegenheit, mit ihr über ihren Film und über ihren persönlichen Umgang mit "Psychose" zu sprechen.

