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Seit Jahren wehrt sich die Deutsche Bahn dagegen, als Nachfolgeunternehmen der Deutschen Reichsbahn volle Verantwortung für Deportationen und Zwangsarbeit im Dritten Reich zu übernehmen. Wie sich dies unter anderem durch eine Gesetzesinitiative in den USA demnächst verändern könnte, darüber sprachen wir mit der Organisation Zug der Erinnerung e. V.
Zwischen 1933 und 1945 wurden Hunderttausende Menschen deportiert, verschleppt und zur Zwangsarbeit herangezogen, nur ein Bruchteil dieser Menschen hat diesen Terror überlebt. Doch die Überlebenden werden seit Jahren mit minimalen Entschädigungshäppchen abgespeist oder eine finanzielle Wiedergutmachung verweigert. So streitet auch die Deutsche Bahn seit Jahrzehnten sämtliche Forderungen von Überlebenden ab, die als Deportierte und ZwangsarbeiterInnen unter dem Tun der Deutschen Reichsbahn zu leiden hatten. Eine vor kurzem eingereichte Klage und ein Gesetzentwurf in den USA könnten nun für eine Veränderung sorgen. Dazu sprach Tobias Lindemann mit dem Vorstandssprecher des Vereins Zug der Erinnerung e. V. , Hans-Rüdiger Minow.
Anhören (Länge: 13.55 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20130109-mussdiedb-17577.mp3{/audio} Download Dieses Jahr endlich sollen sie zurückgegeben werden - die menschlichen Schädel aus Namibia, die zu Zeiten der deutschen Kolonialherrschaft in den Besitz der Alexander-Ecker-Sammlung an der Uni Freiburg geraten waren.
Über die Umstände des "Schädelsammelns" und der Aufarbeitung und Rückgabe ein Gespräch mit Heiko Wegmann. Ausführlicher wird er zu dem Thema bei seinem Vortrag heute (25.5.)um 20h im Strandcafé, Adlerstr.12, sprechen.
Anhören (Länge: 13.33 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120525-kolonialess-16155.mp3{/audio} Download Radio Dreyeckland sprach mit Heiko Wegmann von der Gruppe "Freiburg Postkolonial". Für den Sommer sind Rückführung von Schädeln aus der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika geplant. Die Nachfahren dert Opfer ermordeter Herero und Nama wünschen sich eine Rückgabe der Schädel ihrer Ahnen mit Gedenken und vor allem Aufmerksamkeit in der Freiburger Öffentlichkeit.
Anhören (Länge: 12.52 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120403-quotethisc-15711.mp3{/audio}
RDL sprach mit Christian Kopp von Berlin Postkolonial über den Ausgang der Abstimmung am vergangenen Donnerstag. Die Initiative ist nur eine in dem breiten Bündnis von Nicht-Regierungs-Organisationen, welches die Entscheidung des Bundestags aufs Schärfste kritisiert. Anhören (Länge: 10.27 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20120327-bundesregier-15629.mp3{/audio} Download
Links: Übersicht der Massaker in Italien bei resistenza.de
Weitere Beiträge von RDL zum Thema: Urteil im Kriegsverbrecherprozess in Verona
Massaker von SS und Wehrmacht in Griechenland und Italien werden erst in den letzten Jahren aufgearbeitet, die BRD wurde von italienischen Gerichten zu Entschädigungszahlungen verurteilt. Und stilisiert sich jetzt selbst zum Opfer mit einer Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen Verletzung der Staatsimmunität.
Ein Interview mit Martin Klingner, Anwalt der Opfer von Distomo und Mitglied des AK Distomo, direkt aus Den Haag.
Anhören (Länge: 11.13 min) {audio}images/stories/audio_mp3/20110916-tteropfer-14152.mp3{/audio} Download |
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Bundesweit lagern Hunderte, wenn nicht Tausende Gebeine ermordeter Herero und Nama in deutschen Archiven, Sammlungen und Museen. Etwa 20 Schädel aus der Berliner Charité wurden im Herbst letzten Jahres an eine Delegation von namibischen Parlamentariern der Opposition zurückgegeben. Es waren Nachfahren der Opfer des ersten Völkermords in der deutschen Geschichte, die die Knochen ihrer Verwandten heimholten. Im damaligen "Deutsch-Südwestafrika" (1884 - 1915), heute Namibia, fielen Hunderttausende Menschen den kaiserlichen "Schutztruppen" zum Opfer. Der Besuch der namibischen Delegation erweckte eine Debatte im deutschen Bundestag zu neuem Leben: In einem Antrag verlangte die Opposition von der Bundesregierung eine Entschuldigung für die Kolonialverbrechen. Außerdem muß es Anspruch auf Schadensersatz geben. Mit Bildungsarbeit und der Überarbeitung von Schulbüchern soll das vorherrschende Afrikabild grundlegend überdacht werden...
Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahr 2008 die Republik Italien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verklagt, weil italienische Gerichte den Opfern von NS-Kriegsverbrechen in Italien und Griechenland - Massakern und Zwangsarbeit - und deren Angehörigen Schadenersatz durch Deutschland zugesprochen hatten. Dies verstoße gegen den Grundsatz der Staatenimmunität, so die Position der BRD, während Italien die Menschenrechte der Kläger_innen geltend macht. Vom 12.-16. September 2011 fanden in Den Haag die öffentlichen Verhandlungen statt. Zu diesem Anlass bieten wir mit diesem Feature einen Überblick über den verwickelten Konflikt um die Entschädigungszahlungen mit seinen historischen Hintergründen mit Stimmen verschiedener Akteur_innen.

