Chassene makhn - Die Musik der Hochzeit
im jüdischen Osteuropa
Sich selbst zu verloben ist eine Sache, eine offizielle Chassene (Hochzeit) zur Legimitation des Verhältnisses eine andere. Denn diese musste von den Eltern ausgerichtet werden, und dazu brauchte es Geld, eine Mitgift sowie die Fähigkeit des jungen Mannes, auch eine eigene Familie zu ernähren.
Eine Sendung der Redaktion yidishe kultur fun der alter velt in undser velt bei Radio Unerhört Marburg und Radio X Frankfurt.
Sendetermine: Mittwoch, 24. März um 20 Uhr und Donnerstag, 25. März um 13 Uhr
Weder handelt es sich um ein vorgeblich naives Volkslied, in dem vielleicht ein junges Mädchen ihre Mutter mit der geheimen Hoffnung auf eine baldige Vermählung bedrängt - auch Itzik hat schließlich schon seine Chassene gefeiert. Und diese Hochzeit war keine großartige, denn Itzik war so arm, dass er keinen Groschen in der Tasche hatte, die Braut war nicht attraktiv, und auch zu Essen gab es nichts. Es ist, als wollte die Tochter der Mutter trotzig entgegenschleudern: „Selbst Itzik darf heiraten!"
An Frauen als Handelnde ist auch deshalb zuerst zu denken, da das jiddische Volkslied zuvorderst Domäne der Frauen war, während Männer üblicherweise in anderen musikalischen Bereichen wie Nigunim, Synagoge und Instrumentalmusik aktiv waren. (Aaron Eckstedt, www.aaroneckstaedt.de)
| < Zurück | Weiter > |
|---|













