Es geht um gerade mal 28.000 Menschen, die von ihrer Heimat Tunesien, wo sie sich und ihre Familien nicht mehr ernähren können, übers Meer nach Italien geflohen sind. Die Folgen sind bekannt. Italien schürt die Panik vor der angeblichen Massenflucht und fordert die Solidarität der anderen EU-Staaten. Die meisten dieser wiederum weigern sich, auch nur einige der Flüchtlinge aufzunehmen. Italien droht, Visa an die Flüchtlinge zu verteilen, die EU-Nachbarn reagieren ihrerseits mit Drohgebärden und wollen die Grenzkontrollen wieder einführen. Die Spirale der Panikmache dreht sich weiter. Petra Navara, Geschäftsführerin der globalen Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und humanitäre Hilfe in Österreich, rückt nicht nur die Zahlen ins rechte Licht. Sie fordert von der EU ebenfalls Solidarität, nämlich die Verantwortung gegenüber den Staaten des Südens, von deren Ausbeutung sie bis heute profitiert. Petra Navara ist Geschäftsführerin der globalen Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und humanitäre Hilfe in Österreich.
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Siehe hierzu auch:
- Heftiger Streit um ital. Ankündigung etwa 23.000 tunesischen Flüchtlingen EU-Visa zu erteilen [mehrere Beiträge, 11.04.2011]
- Berlin und Paris tun so, als ginge es um Giftmüll, dabei handelt es sich um Menschen - Bernard Schmid zur Debatte um die in Italien gelandeten Flüchtlinge [13.04.2011]
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