Russland droht Moldawien mit der Einstellung von Gaslieferungen im Dezember

Russland droht Moldawien mit der Einstellung von Gaslieferungen im Dezember

Im Streit um Gaspreise und Schulden droht Moskau Moldawien mittlerweile mit einer Liefersperre am Anfang des Winters. Dem armen Land, kleinen Land zwischen Rumänien und der Ukraine ist der von Moskau geforderte Gaspreis zu hoch. Im Juli hatte die konservativ-liberale und zugleich pro-europäische „Partei der Aktion und Solidarität“, PAS in einem Erdrutschsieg die absolute Mehrheit erreicht. Die PAS stellt mittlerweile sowohl die Präsidentin als auch die Ministerpräsidentin Moldawiens. Von der neuen Regierungschefin Natalia Gavrilita wird erwartet, dass sie die enge Anlehnung Moldawiens an die Politik Moskaus beendet. Just in diesem Moment hat Gazprom den Gaspreis für Moldawien angehoben. Russland argumentiert damit, dass die Gaspreise nicht nur für Moldawien gestiegen sind, sondern allgemein. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Wer weiter eine moskaufreundliche Politik macht, wie der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko bekommt weiter Sonderkonditionen. Außerdem fordert Moskau nun zusätzlich zu dem erheblich höheren Lieferpreis die Begleichung nicht bezahlter Rechnungen in Höhe von über 700 Mio. Dollar. Moldawien erkennt diese Forderungen nicht an.

 

In Moldawien leben rund zweieinhalb Millionen Menschen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist zehnmal niedriger als in Deutschland und nicht einmal halb so hoch wie in Russland.