LaRadio
ist das autonome FrauenLesbenRadio auf der Frequenz von Radio
Dreyeckland. Wir sind eine Gruppe von etwa 5 Frauen, die sich bewusst
als FrauenLesbenRedaktion zusammengefunden hat und sich mit ganz
unterschiedlichen Themen beschäftigt. Prinzipiell kann fast
jedes Thema für LaRadio interessant sein. Immer wird es dabei
aber um eine feministische Perspektive, um das Sichtbar- bzw.
Hörbarmachen von Frauen und ihren Positionen gehen. LaRadio
will eine Medienpolitik betreiben, die die Repräsentation von
Frauen grundsätzlich als Selbstverständlichkeit
ansieht.
Feminismus als Kritik an Macht- und
Unterdrückungsverhältnissen ist dabei in einen
gesamtgesellschaftlichen politischen Kontext eingebunden und bedeutet
auch die Kritik an kapitalistischen, rassistischen und
nationalistischen Strukturen.
Unsere
Zusammenarbeit gestaltet sich sehr offen und flexibel: LaRadio bietet
Raum für die Ideen einzelner, denen sich andere je nach Lust und
Kapazität anschließen können. So ist LaRadio für
uns persönlich auch ein Forum, neue Themen im Austausch mit
anderen Frauen zu entdecken.
Auf diese Weise entsteht eine große
Sendungsvielfalt. Neben ausgedehnten Themensendungen, die auf
längeren Recherchen basieren, schneiden wir auch aktuelle
Vorträge oder Lesungen mit und senden sie in aufbereiteter Form,
führen Interviews (z.B. mit Veranstalterinnen, Bands,
Autorinnen, Wissenschaftlerinnen...) und machen Musiksendungen.
Einige
Beispiele für Sendungen, die in letzter Zeit bei uns gelaufen
sind:
Sendereihe
„Denkerinnen“, mit Beiträgen u.a. zu Hannah Arendt und
Simone Weil
„Der
Anfang von etwas Schönem“ – Lesung von Lizzie Doron
PJ
Harvey Spezial: White Chalk – Porträt der Musikerin
verschiedene
Sendungen über Tourismus, Textilindustrie, Kolonialismus...
Wir
stimmen mit der politischen Ausrichtung von RDL als linkes
Medienprojekt überein. Im Jahre 1989 hat sich jedoch die
damalige FrauenLesben-Redaktion aufgrund einer Auseinandersetzung um
sexistische Inhalte bzw. Umgangsformen im Gesamtradio autonom
erklärt. Auch wir fühlen uns nicht verantwortlich dafür,
eine feministische Perspektive im Gesamtradio durchzusetzen, sondern
stecken unsere Energien lieber in unsere Sendungen. Deshalb sind wir
auch weiterhin autonom, arbeiten aber trotzdem mit dem Gesamtradio
zusammen und nutzen dessen Infrastruktur - ohne das Gesamtprojekt
kann es auch uns nicht geben.
LaRadio
steht auch in Kontakt mit Frauenradios aus anderen Städten,
deren Sendungen bei uns im Austausch laufen können. Verbunden
fühlen wir uns anderen autonomen FrauenLesben-Gruppen und
Projekten, die ihre Themen und ihre Arbeit gerne bei uns vorstellen
können.
Wir
freuen uns immer über FrauenLesben, die Lust haben, bei uns
einzusteigen! Kontakt nehmt ihr am besten auf einem der folgenden
Wege auf:
Email:
frauen(ät)rdl.de
Telefon:
0761-31028 während der Sendung
Postadresse:
LaRadio, c/o Radio Dreyeckland, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg
"Sich mit queer zu beschäftigen heißt immer auch (t)ex(t)perimentieren, denn queer ist polymorph, queer lässt sich nicht endgültig definieren, nicht bestimmen, weder ab- noch eingrenzen", heißt es in der Einleitung zum Sammelband "queere (t)ex(t)perimente", den Jennifer Moos, Franziska Bergmann und Claudia Münzing 2008 herausgegeben haben. Auch wenn sich "queer" nicht endgültig definieren lässt (und sie dies auch gar nicht wollen) versuchen sie doch in ihrem Buch, dem Begriff durch eine Vielzahl von persönlichen Definitionen in Texten, Bildern und Comics näher zu kommen. Bei uns im Studio waren Jennifer Moos und Claudia Münzing, lasen aus ihren Texten und diskutierten mit uns über das Buch im allgemeinen und ihre eigenen Beiträge im Besonderen.
Eine Sendung für alle, die sich näher mit dem Begriff "queer" und den dahinterstehenden gesellschaftskritischen Aspekten beschäftigen wollen und vor wortreichen zwei Stunden nicht zurückschrecken!
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 6. August 2009 )
Annett Gröschner schreibt Geschichten über ihre
Wahlheimat Berlin, Geschichten über Kneipen, die verloren gehen wie
Handschuhe, über die Neue Mitte und die Neuen Mütter, aber auch über
die Schorfheide, wo Göring sein monströses Carinhall bauen ließ...
Seit Mai diesen Jahres gibt es in Freiburg die Bewegung "Für einen kommunalen Prozess gegen rassistische Diskriminierung". Diese Bewegung soll in der Sendung vorgestellt werden.
Davor hört ihr große Teile der Sendung "Migrantinnen ohne Sicherheit", die am 13.03.07 schon einmal bei LaRadio lief.